

Fünf Fragen, die es angesichts der stark zunehmenden Evergreen-Strategien zu bedenken gilt
Evergreen-Strategien können private Märkte für Private-Wealth-Kunden durch niedrigere Einstiegsschwellen, laufende Zeichnungsmöglichkeiten und regelmäßige Liquiditätsoptionen zugänglicher machen.
Viele Private Wealth-Anleger setzen für potenziell langfristiges Wachstum, Diversifizierung und Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen auf private Märkte.
Infolgedessen steigt der Bedarf an flexibleren Strategien wie Evergreen-Strukturen: einzelne, fortlaufende Investmentlösungen, die mit der Zeit neues Kapital annehmen und dieses nach und nach einsetzen.
Niedrigere Hürden könnten den Zugang ausweiten, sie stellen allerdings nicht sicher, dass ein Manager über die nötige Erfahrung oder Kontrollen verfügt, um geeignete Investitionsmöglichkeiten zu finden, den Fonds verantwortungsbewusst zu verwalten oder die Liquidität zu steuern.
Dieser Leitfaden kann Anlegern möglicherweise bei der Beurteilung helfen, ob ein Manager die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.
Evergreen-Strategien auf einen Blick*
Evergreen- und Closed-End-Strategien unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht. Einige der wichtigsten Unterschiede sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.

Auswahl eines Evergreen-Managers
1. Starker, kontinuierlicher Dealflow
Evergreen Fonds müssen Kapital fortlaufend einsetzen, daher kommt es auf die Fähigkeit eines Managers an, kontinuierlich Investitionen zu finden.
Unserer Ansicht nach sollte die Identifizierung von Investitionsmöglichkeiten sektor-, regions- und marktzyklusübergreifend vorhersehbar und wiederholbar sein.
Potentiell zu berücksichtigende Punkte
- Kann der Manager ausreichend weit gefasste Investitionsmöglichkeiten für eine Evergreen-Strategie identifizieren, auch in Abschwüngen?
- Hat der Manager direkte Kontrolle über die zugrunde liegenden Investitionen, oder verwalten Dritte die Performance?
- Verfügt der Manager über Erfahrung mit erfolgreichen Ausstiegen aus Investitionen in verschiedenen Marktzyklen?
2. Expertenteam mit praktischer Erfahrung
Unserer Ansicht nach erfordert das Verwalten einer Evergreen-Strategie praktische Erfahrung mit der Verwaltung von permanentem Kapital über Marktzyklen hinweg.
Ein gutes Zeichen könnte sein, dass ein Team den Einsatz, Rückzahlungen, Bewertungen und Liquidität als ein integriertes System aktiv verwaltet hat und über praktisches Verständnis verfügt, wie diese einander beeinflussen.
Potentiell zu berücksichtigende Punkte
- Kann das Team belegen, dass es Evergreen- oder permanente Strategien über Marktzyklen hinweg verwaltet hat?
- Gibt es in dem Unternehmen ein spezielles, festes Team mit eindeutigem Mandat?
- Welche Verfahren gibt es für den Einsatz, Rückzahlungen, Bewertungen und Liquidität, und wurden sie Belastungsproben unterzogen?
3. Die Interessen des Anlegers stehen an erster Stelle
Evergreen-Strategien können denselben Zugang zu Investitionsmöglichkeiten bieten, wie er großen institutionellen Anlegern zur Verfügung steht.
Wenn der Manager gemeinsam mit Kunden investiert, kann dies die Abstimmung der Interessen zwischen Manager und Kunden unterstützen.
Potentiell zu berücksichtigende Punkte
- Investiert die Evergreen-Strategie in dieselben Transaktionen wie große institutionelle Kunden?
- Welche Auswahlkriterien gelten für gemeinsame Investitionen?
- Gibt es ein stabiles Wachstum mit einer hinreichend diversifizierten Anlegerbasis?
4. Auf angespannte Märkte ausgelegte Governance
Unserer Ansicht nach muss sich die Struktur auch unter Druck bewähren, nicht nur in ruhigen Marktphasen.
Das heißt, es gibt einheitliche Bewertungsgrundsätze, eine unabhängige Aufsicht und Risikokontrollen, die Belastungsproben unterzogen wurden, um faire Preise, geordnete Rückzahlungen und einen transparenten Umgang mit allen Anlegern sicherzustellen.
Die Governance sollte ein spezielles Investment Committee umfassen, dessen Mitglieder nicht in Konflikt stehende, externe Rollen haben.
Potentiell zu berücksichtigende Punkte
- Werden die Bewertungsgrundsätze dokumentiert, einheitlich angewendet und regelmäßig geprüft?
- Sind Stresstests, Liquiditäts- und Konzentrationslimits sowie Notfallauslöser definiert, und werden sie regelmäßig geübt?
- Kann der Manager schnell präzise Informationen zu Risiken eines Portfolios einholen und zugrundeliegende Investitionen bei Marktschwankungen direkt überwachen?
5. Wirtschaftliche Zusammenhänge, die für Investoren nachvollziehbar sind
Gebühren sollten einfach, transparent und effizient sein.
Eine einfache, eindeutig dargelegte Gebührenstruktur könnte den langfristigen Zinseszinseneffekt erhalten und Nettorenditen verständlicher machen. Qualifizierte Anleger sollten sich möglicherweise eine anschauliche Darstellung der Nettorenditen nach Abzug der Gebühren ansehen.
Potentiell zu berücksichtigende Punkte
- Ist die Gebührenstruktur eindeutig dargelegt, und lassen sich Änderungen leicht abstimmen?
- Wie werden zugrundeliegende Gebühren gehandhabt und offengelegt?
Bei EQT ist „Besserwerden kennt keine Grenzen“ mehr als nur ein Motto – es bestimmt, wie wir Investitionsmöglichkeiten auswählen, Unternehmen entwickeln und Chancen nutzen.
Aus diesem Grund ist unter Investmentansatz auf Kunden ausgerichtet. Wir möchten geeignete Strategien für die richtigen Zielgruppen entwickeln und durchgehend Klarheit, Know-how und Informationen bereitstellen.
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