Boris Maeder: Die Tür zu privaten Märkten ist nicht mehr verschlossen


Boris Maeder von EQT erörtert die Möglichkeiten, die sich durch die Öffnung privater Märkte für Privatanleger ergeben.
Private Märkte sind seit langem ein wesentlicher Bestandteil institutioneller Portfolios, waren für Privatanleger jedoch weitgehend unzugänglich. Das ändert sich nun. Heute machen Evergreen-Strategien private Märkte für eine breitere Vielfalt an Investoren zugänglich und bieten eine willkommene Diversifizierung, geringere Volatilität sowie Zugang zu Wertschöpfung, die abseits der öffentlichen Märkte entsteht. Das volle Potenzial auszuschöpfen erfordert jedoch den richtigen Partner.
Da private Märkte nicht mehr nur Institutionen vorbehalten sind und sich zu einer Anlageklasse für Privatanleger entwickeln, stellen sich natürlich einige Fragen: Soll ich investieren? Und wenn ja: wie viel und wo? Dieser Artikel soll Privatanlegern, die über eine neue Anlageklasse für ihr Portfolio nachdenken, diese drei grundlegenden Fragen beantworten.
Warum private Märkte?
Private Märkte – Private Equity, Private Credit, Infrastruktur, Immobilien und Secondaries – bringen eine willkommene Diversifizierung in ein Portfolio. Sie können die Volatilität reduzieren und in höherem Maße an der Wertschöpfung teilhaben lassen, die im Großteil der Weltwirtschaft abseits der Börsen entsteht.
Sehen wir uns zunächst einmal die Performance an. Langfristig haben Private-Equity-Anlagen die öffentlichen Aktienmärkte übertroffen. Während ein globaler Aktienindex über einen Zeitraum von 15 Jahren bis Juni 2024 um 11 Prozent pro Jahr zulegte, stieg ein Index für Private-Equity-Renditen laut einer Analyse von Cambridge Associates um 15 Prozent.

Quelle: Cambridge Associates
Private Märkte können sich in schwachen Marktphasen widerstandsfähiger zeigen, während öffentliche Märkte auf Unsicherheit meist schnell und deutlich reagieren. Zudem weisen Bewegungen in privaten Märkten im Allgemeinen eine geringere Korrelation zu Aktien auf als andere Investitionen und reduzieren so die Gesamtvolatilität in einem Portfolio. Das kann vor allem in Zeiten von Bedeutung sein, in denen Staatsanleihen ihre negative Korrelation mit Aktien verlieren.
Trotz all dieser Vorteile macht Public Equity bei den meisten Privatanlegern nach wie vor den Großteil ihrer Portfolios aus. Der Anteil an Private Equity beträgt bei Privatanlegern im Durchschnitt nur 3 bis 5 Prozent. Im Gegensatz dazu investieren manche institutionelle Anleger 50 Prozent oder mehr ihres Portfolios in Privatmarktanlagen.
Die Aufnahme von Privatmarktanlagen in das Anlageportfolio ermöglicht es Privatanlegern, an der milliardenschweren Wertschöpfung abseits der Börsen teilzuhaben und so ein ausgewogeneres Portfolio aufzubauen.
So erhalten Privatanleger besseren Zugang zu privaten Märkten
Auch wenn die Vorteile der privaten Märkte für Investoren eindeutig sind, waren sie für Privatanleger traditionell kaum zugänglich. Investoren mussten sich auf hohe Mindestanlagesummen, komplexe Dokumentation, Kapitalabrufe und jahrzehntelange Kapitalbindung einstellen.
Evergreen-Strategien haben diese Gleichung grundlegend verändert und eröffnen Privatanlegern neue Möglichkeiten.
Anders als traditionelle geschlossene Fonds, die über 10 bis 12 Jahre laufen, feste Kapitalzusagen vorsehen und der Dynamik der J-Kurve unterliegen, sind Evergreen-Strukturen zeitlich unbegrenzt angelegt . Investoren können in festgelegten Intervallen Kapital anlegen und abrufen. Entscheidend ist, dass das Kapital von Anfang an vollständig in ein diversifiziertes Portfolio investiert werden kann. Außerdem erfolgt eine Reinvestition der Erträge, wodurch sich die Renditen sowohl auf das ursprüngliche Kapital als auch auf bereits erzielte Gewinne kumulieren.
Mit Evergreens erhalten Privatanleger nun Zugang zu einem Dealflow, Sourcing und Governance in institutioneller Qualität, die lange Pensionsfonds and großen Institutionen vorbehalten waren.
Nicht alle Evergreens sind gleich
Die starke Zunahme an Evergreen-Angeboten in jüngster Zeit kann es Investoren jedoch erschweren, den passenden Anbieter auszuwählen.
Wir sind überzeugt , dass Anleger nach Evergreen-Anbietern suchen sollten, die Investoren in den Mittelpunkt ihres Ansatzes stellen: Anbieter, die sie auf ihrem Weg begleiten, in vielen Märkten lokal präsent sind und bei Bedarf Wissensvermittlung anbieten.
Aufbauend auf über 30 Jahren Investmenterfahrung an den Privatmärkten hat EQT seine Evergreen-Strategien konsequent mit Blick auf den Endkunden entwickelt. Unser Ziel ist es, dass sich unsere Kunden zu versierten Investoren entwickeln und ihr Know-how sowie ihr Vertrauen in einem bisweilen herausfordernden Umfeld stärken.
Darum ist EQT der bessere Partner
EQT wurde 1994 in Stockholm gegründet, inspiriert vom verantwortungsvollen Unternehmertum der Familie Wallenberg. Von Anfang an folgten wir einem Grundsatz, der bis heute gilt: Bessere Investitionen entstehen dadurch, dass wir bessere Unternehmen aufbauen. Denn genau das bedeutet aktive Eigentümerschaft in der Praxis: eine zielgerichtete und langfristig nachhaltige Unternehmensentwicklung.
Wir haben mehrere Konjunkturzyklen, technologische Umbrüche und geopolitische Erschütterungen durchlebt, darunter die Dotcom-Blase, die Weltfinanzkrise und die COVID-19-Pandemie. Aus jeder Krise und jedem technologischen Wandel haben wir wichtige Lektionen gezogen und sind jedes Mal stärker daraus hervorgegangen.
Drei Jahrzehnte später haben wir auf diesen nordischen Wurzeln aufgebaut und uns zur größten Private-Markets-Gesellschaft außerhalb der USA entwickelt. Wir verwalten für unsere Kunden 291 Mrd. € (332 Mrd. $) in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur, Immobilien und Secondaries. Unsere Investitionen verteilen sich zu etwa 50 Prozent auf Europa, 35 Prozent auf Nordamerika und 15 Prozent auf den asiatisch-pazifischen Raum.
Weltweit belegen wir Platz 2 im Bereich Private Equity, gemessen am eingeworbenen Kapital der letzten fünf Jahre. Im Bereich Infrastruktur sind wir der größte in der Europäischen Union ansässige Investor. Diese Erfolgsbilanz spiegelt die Stärke unserer institutionellen Plattform wider und bildet das Fundament, auf dem wir unser Private-Wealth-Geschäft ausbauen. Dies ist auch einer der Gründe, aus denen die Europäische Kommission EQT mit dem Scaleup Europe Fund in Höhe von 5 Mrd. € betraut hat.
Wir investieren unsere Evergreen-Fonds gemeinsam mit unseren institutionellen geschlossenen Fonds und nicht über separate, weniger attraktive Vehikel. So haben Privatanleger Zugang zu den Erfolgsgeschichten der von uns aufgebauten Unternehmen. Und die Familie, deren Prinzipien das Unternehmen prägten, ist bis heute an Bord: Über Investor AB, EQTs größten Anteilseigner, sind die Wallenbergs weiterhin investiert.
Ein besserer Zugang zu privaten Märkten
EQT ist sich der Tatsache bewusst, dass private Märkte als Anlageklasse für viele Privatanleger neu sein werden und dass unsere Partner ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen müssen. Deshalb haben wir ein über 100-köpfiges Team aufgebaut, das sich ausschließlich darauf konzentriert, Private-Wealth-Investoren und ihren Beratern den Zugang zu dieser neuen Möglichkeit zu erschließen. .
Für Privatanleger stellt sich nicht mehr die Frage, ob private Märkte in ihr Portfolio gehören. Die Frage lautet: wie viel, mit wem und wann.
Die Antwort von EQT basiert auf drei Jahrzehnten europäischer Tradition, globaler Präsenz, operativer Disziplin und dem Leitprinzip systematischer Wertschöpfung. Wir sind überzeugt, dass sich in diesem Bereich langfristig diejenigen durchsetzen werden, die kontinuierlich eine bessere Performance liefern und Privatanlegern einen besseren Zugang bieten.
Wie wir bei EQT sagen: Besser kennt kein Ende.
ThinQ by EQT: eine Publikation, in der private Märkte auf offene Köpfe treffen. Machen Sie mit – [email protected]


